Authentische Dokumentation

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02. März 2012, Südkurier

Der Film, der die Produktion des Musicals Bikini Skandal zeigt, feiert im Gloria-Theater Premiere.

Komponist und Regisseur Jochen Frank Schmidt freute sich am Mittwochabend, einen Großteil der Crew des Musicals Bikini Skandal und Hauptdarsteller Markus Oschwald zu begrüßen. Letzterer feierte mit seinem Film, der die Arbeit hinter den Kulissen der Musical-Produktion zeigt, Premiere im Gloria.

Oschwald hatte bereits während der Proben seine Kamera immer und überall dabei und bewältigte den Kraftakt, neben seiner Hauptrolle auch noch eine Filmproduktion zu realisieren, die die Höhen und Tiefen eines solchen Großprojekts zeigt.

Man merkt dieser Dokumentation an, dass die Darsteller sehr großes Vertrauen ihrem filmenden Kollegen entgegenbrachten. So konnte ein authentischer, einzigartiger Film entstehen – angefangen beim Casting, bei dem sich laut Schmidt nur gute Leute beworben hatten und „es überall in der Luft kribbelte“. Zur Sache ging es dann beim Recall, bei dem die Emotionen hochkochten, wenn einem Bewerber die Aufnahme ins Team gelang.

Gezeigt wurden auch Proben der Tonaufnahmen für die CD von der Band und vom Chor. Zu sehen gab es zudem Tanzproben mit Choreographin Vanessa Vario, bei denen kräftig geschwitzt wurde. Zunächst folgten niederschmetternde Videoanalysen, die aber gut verkraftet wurden, weil zur Sommerzeit auch draußen geprobt und gegessen werden konnte. Die Darsteller seien stolz und glücklich, dabei zu sein. Die Gemeinschaft wachse immer mehr zusammen, hieß es.

Schmidt beschrieb seine Crew als „tolle Künstler“. Die Darsteller wiederum lobten Schmidt für seine Menschlichkeit. Er habe es geschafft „eine gute Symbiose“ herzustellen. Musical-Produzent Alexander Dieterle wiederum sei „perfektionsorientiert“.

Ein Jahr vor der Premiere begann der Bühnenbau. Hierfür wurde Bühnenchef Karl Thomann freie Hand gelassen. Immer wieder mussten Schwierigkeiten überwunden werden. Beispielsweise sollte ein Tisch schweben und sich gleichzeitig drehen. Dauernervosität herrschte bei allen Beteiligten vor der Premiere, die aber dann in eine gelöste Stimmung bei der Aftershow-Party wechselte. Dort führte die Band Fools Garden um 4.27 Uhr sogar ihren Welthit Lemon Tree live auf.

40 ausverkaufte Vorstellungen mit einem begeisterten Publikum folgten, an denen es nie langweilig wurde. Der Abschied fiel allen Beteiligten am Schluss sehr schwer. Viele hätten trotz der großen Anstrengungen gerne sogar noch weitergemacht.